Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) regelt Arbeitszeiten, Pausen und Ruhezeiten in Deutschland. Für Handwerksbetriebe gelten einige Besonderheiten – von Baustellenarbeit über Bereitschaftsdienst bis zu saisonalen Schwankungen. Dieser Guide erklärt alle Regeln, die Sie kennen müssen.
Arbeitszeitgesetz: Die Basics für Handwerksbetriebe
Maximale Arbeitszeit
Die wichtigsten Regeln auf einen Blick
- Die werktägliche Arbeitszeit darf 8 Stunden nicht überschreiten
- Verlängerung auf bis zu 10 Stunden möglich, wenn der 6-Monats-Durchschnitt bei 8 Stunden bleibt
- Sonntags- und Feiertagsarbeit ist nur in Ausnahmefällen erlaubt
Pausen und Ruhezeiten
6-9 Stunden Arbeit
Mindestens 30 Minuten Pause. Kann in zwei Blöcke à 15 Minuten aufgeteilt werden.
Über 9 Stunden Arbeit
Mindestens 45 Minuten Pause. Auch hier ist eine Aufteilung möglich.
Ruhezeit zwischen Arbeitstagen
Mindestens 11 Stunden ununterbrochene Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen.
Überstunden im Handwerk
Überstunden sind im Handwerk häufig – etwa bei Termindruck auf der Baustelle. Aber auch hier gelten klare Regeln:
- Überstunden müssen dokumentiert werden
- Der Durchschnitt von 8h/Tag über 6 Monate muss eingehalten werden
- Sonntags- und Feiertagsarbeit ist nur in Ausnahmefällen erlaubt
Dokumentationspflichten
Seit dem BAG-Urteil 2022 müssen Arbeitgeber die Arbeitszeiten systematisch erfassen. Das bedeutet:
Arbeitszeiten erfassen
Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit müssen dokumentiert werden.
Pausen dokumentieren
Auch Pausenzeiten müssen nachweisbar erfasst werden.
Zwei Jahre aufbewahren
Die Dokumentation muss mindestens 2 Jahre aufbewahrt werden.
Besonderheiten für das Handwerk
Fahrtzeiten
Fahrten von der Firma zur Baustelle zählen in der Regel als Arbeitszeit. Diese müssen in der Zeiterfassung berücksichtigt werden.
Bereitschaftsdienst
Gilt als Arbeitszeit, wenn der Mitarbeiter sich am Arbeitsplatz aufhalten muss. Rufbereitschaft zählt nur als Arbeitszeit, wenn tatsächlich gearbeitet wird.
Saisonarbeit
In bestimmten Gewerken (z.B. Bau) gelten Sonderregelungen für saisonale Mehrarbeit.
So erfüllen Sie alle Pflichten automatisch
Eine digitale Zeiterfassungs-App wie Crewly dokumentiert automatisch Arbeitszeiten, Pausen und Überstunden. Alle Daten werden DSGVO-konform gespeichert und können jederzeit als Report exportiert werden.
Tipp: In unserem kompletten Guide zur Zeiterfassung im Handwerk finden Sie alle Informationen zur Einführung einer digitalen Lösung – von der Auswahl bis zum Rollout.
Fazit
Das Arbeitszeitgesetz stellt klare Anforderungen. Mit der richtigen digitalen Lösung erfüllen Sie alle Pflichten automatisch – und behalten den Überblick über die Arbeitszeiten Ihres Teams. Vergleichen Sie die besten Lösungen in unserem Handwerker-App Vergleich 2026.
Häufig gestellte Fragen
Die werktägliche Arbeitszeit darf grundsätzlich 8 Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von 6 Monaten ein Durchschnitt von 8 Stunden eingehalten wird.
Bei 6-9 Stunden Arbeit: mindestens 30 Minuten Pause. Über 9 Stunden: mindestens 45 Minuten. Zwischen zwei Arbeitstagen müssen mindestens 11 Stunden Ruhezeit liegen.
Ja, in der Regel schon. Fahrten von der Firma zur Baustelle gelten als Arbeitszeit und müssen entsprechend erfasst werden. Fahrten von der Wohnung zur Firma sind in der Regel keine Arbeitszeit.
Verstöße können als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern von bis zu 30.000 Euro geahndet werden. Bei wiederholten oder schweren Verstößen drohen sogar strafrechtliche Konsequenzen.
Am einfachsten mit einer digitalen Zeiterfassungs-App wie Crewly. Sie erfasst automatisch Beginn, Ende, Pausen und Überstunden – DSGVO-konform und jederzeit als Report exportierbar.
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